Herausforderungen und Freuden eines neuen Semesters
Interview mit Sanya Ribarska
Sanya Ribarska erzählt, wie sie als Kursleiterin den Start eines neuen Semesters erlebt. Was bereitet ihr Vorfreude? Was kann auch herausfordernd sein? Eines ist klar, der Alltag im Unterricht ist spannend und abwechslungsreich und manchmal birgt er auch Überraschungen – aber davon erzählt Sanya grad selber.
Wie bist du ins Semester gestartet?
Ich bin hoch motiviert, gespannt und mit einer gesunden Portion positiver Aufregung ins neue Semester gestartet. Für mich ist der erste Semestertag sehr wichtig, denn den ersten Eindruck kann man bekanntlich nicht zweimal machen. Besonders wichtig ist mir dabei, von Anfang an eine positive Lernatmosphäre zu schaffen, in der sich alle willkommen und ernst genommen fühlen.
Welche Klassen betreust du?
Ich betreue drei Klassen. Zwei davon befinden sich auf dem A2-Niveau, und die dritte Klasse besteht aus kompletten Anfängerinnen auf dem A1.1-Niveau, die einen Intensivkurs besuchen. Die unterschiedlichen Niveaus machen meine Arbeit sehr abwechslungsreich und fordern mich didaktisch wie auch methodisch immer wieder neu heraus.
Worauf freust du dich besonders?
Ich freue mich am meisten darauf, die Fortschritte meiner Teilnehmerinnen zu beobachten. Es ist für mich sehr erfüllend zu sehen, wie sie Schritt für Schritt sicherer werden und mehr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln. Ich bin dankbar und zugleich gespannt, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.
Welche Highlights und Motivation nimmst du aus dem letzten Semester mit?
Es gab viele schöne Momente im letzten Semester, aber ein besonderes Highlight war ein Geschenk, das ich von meinen Teilnehmerinnen aus dem A2.2-Intensivkurs erhalten habe. Eine Teilnehmerin ist sehr talentiert und kann hervorragend malen. Sie hat ein Bild von uns allen gemalt – von mir und den Teilnehmerinnen. Die Klasse hat das Bild eingerahmt und mir am letzten Tag zusammen mit einem Blumenstrauss geschenkt.
Als Vorlage diente ihr eine Fotografie, die wir an meinem Geburtstag gemacht haben. Das habe ich als grosse Wertschätzung meiner Arbeit empfunden und es hat mir viel Elan und Motivation gegeben, weiterzuarbeiten.
Welche Herausforderungen gibt es am Anfang des neuen Semesters?
Am Anfang ist es oft etwas chaotisch, vor allem wegen der Teilnehmerinnenzahl, die sich in der ersten Woche ständig ändert. Eine weitere Herausforderung sehe ich darin, den „Puls“ der neuen Teilnehmerinnen zu spüren – also zu verstehen, wie sie ticken – und den Unterricht entsprechend anzupassen.
Hast du etwas Besonderes für dieses Semester geplant?
In diesem Semester möchte ich versuchen, mit allen meinen Klassen mindestens einen Unterrichtstag in der Natur zu verbringen. Ich möchte Picknicken mit Lernen kombinieren und damit zeigen, dass das Lernen auch ausserhalb des Klassenraums stattfinden kann. Das wird etwas herausfordernd, da ich normalerweise viel digital arbeite, aber herausfordernd heisst nicht unmöglich.
Möchtest du sonst noch etwas sagen?
Ich möchte nur sagen, wie dankbar und gesegnet ich mich fühle, dass ich die Möglichkeit habe, das zu arbeiten, was ich liebe – und dass meine Arbeit zugleich meine Leidenschaft ist.