Geschichten

Beitrag vom 27. März 2026

Autorin: Fiona Schlumpf

Rubriken: Aida-Frauen erzählen, Aus dem Aida-Alltag

Ein Ort, an den alle gerne hinkommen

Wir stellen unsere neue Kursleiterin Antonia Hess vor

Antonia Hess hat im Sommer das Studium «Sprachliche Integration» an der ZHAW abgeschlossen und arbeitet seit Februar 2026 als Kursleiterin für A2- und B1-Deutschkurse bei Aida. Wir freuen uns sehr, Antonia bei uns willkommen zu heissen.

«Wie waren deine ersten Wochen?»

Sehr gut! Am Anfang war alles noch etwas aufregend und neu, jetzt hat sich das aber schon gut eingependelt. Es ist schön, vom Team so herzlich empfangen zu werden – da fühlt man sich sehr willkommen. Auch die Gruppen in den Kursen werden immer vertrauter, das ist schön zu merken. Da ich noch nicht so viel Erfahrung habe, ist es auch häufig noch ein «Ausprobieren», was aber auch spannend ist.

«Wie bist du zu Aida gekommen?»

Im Rahmen des Studiums habe ich vor drei Jahren ein Praktikum bei Aida gemacht und habe da das erste Mal reinschauen können. Seit da wusste ich, dass ich nach dem Studium gerne bei Aida arbeiten würde. Ich stellte es mir schön vor, an einem Ort zu arbeiten, wo man einerseits viel Freiheiten in der Gestaltung des Unterrichts hat, wo man aber auch in einem erfahrenen Team nachfragen und sich inspirieren lassen kann. Zudem gefiel mir die Atmosphäre in Aida, weil nur Frauen ein und aus gehen. Darum freut es mich natürlich, dass ich jetzt hier arbeiten kann.

«Aida spielte auch eine Rolle in deiner Bachelorarbeit, kannst du uns erzählen, was du gemacht hast?»

Ich habe meine Bachelorarbeit zur Verwendung von visueller Sprache in Deutschkursen gemacht. Ich wollte herausfinden, welchen Einfluss z.B. aufgehängte Plakate, Bilder oder Übersichten im Kursraum auf das Lernen haben. Dazu habe ich unterschiedliche Institutionen untersucht und Aida war eine von ihnen. Es war sehr interessant, die Gestaltung der Kursräume verschiedener Schulen anzusehen und durch Befragungen mit Lernenden und Lehrpersonen herauszufinden, wie sie diese wahrnehmen. Die Erkenntnisse daraus (z.B. dass Visualisierungen – wenn sie gezielt und übersichtlich eingesetzt werden – sich positiv auf das Lernen auswirken) versuche ich nun auch im eigenen Unterricht umzusetzen und Visualisierungen zu nutzen. Der Kursraum selbst hat ebenfalls einen grossen Einfluss auf die Atmosphäre im Kurs, da sind die hellen Räume der Aida natürlich eine gute Voraussetzung.

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«Worauf freust du dich am meisten?»

Ich freue mich darauf, spannende Erfahrungen zu sammeln, mit den Frauen in den Kursen Zeit zu verbringen und gemeinsam etwas erarbeiten zu können. Darauf, in diesen Lektionen einen Ort zu schaffen, an den ich und die Frauen gerne hinkommen. Ebenfalls freue ich mich auf den Austausch im Team, um auch immer wieder Ideen zu bekommen.

«Was bereitet dir ausserhalb deiner Arbeit Freude?»

Ich bin sehr gerne draussen unterwegs und freue mich, jetzt dann im Frühling und Sommer wieder in die Berge zu gehen. Auch Velotouren mache ich gerne. Bevor ich in Aida angefangen habe zu arbeiten, war ich drei Monate mit dem Velo und Zelt unterwegs. Zudem bereitet mir Musik viel Freude. Ich singe in verschiedenen Chorprojekten mit, das gibt mir viel Energie.

Da ich selbst gerne draussen bin, fände ich es schön, auch im Unterricht ab und zu nach draussen zu gehen. Ich glaube, in Bewegung und an der frischen Luft kann man gut lernen und als Gruppe etwas zusammen erleben. Ich freue mich auf jeden Fall, bis es wieder wärmer wird!

«Beende diesen Satz: «Aida ist…»

… ein Ort, wo die Frauen – ob lernend oder lehrend – wertgeschätzt werden.

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